Viele Menschen fühlen sich in ihrem Alltag gestresst. Überlastung und Überforderung sind heutzutage allgegenwärtig. Oftmals bemerken wir sie gar nicht, während wir versuchen, einen Vollzeitjob, Familie, Freunde, eine gesunde Ernährung, Sport und ausreichend Schlaf unter einen Hut zu bekommen.
Was ist eigentlich Stress?
Stress ist in unserer heutigen Welt kaum vermeidbar. Man spricht von Stress, wenn äußere oder innere Reize einen Menschen zu stark belasten. Das kann der Chef sein, der die Deadline verkürzt, oder aber auch der eigene Ehrgeiz, der unbedingte perfekte Leistung erbringen muss. Der Körper reagiert in solchen Situationen mit einer Stressreaktion und stellt mehr Energie bereit, um den bevorstehenden Herausforderungen gewachsen zu sein. Kurzfristig kann Stress für die Bewältigung dieser Aufgaben sehr hilfreich sein. Er sorgt unter anderem dafür, dass wir für die anstrengende Zeit mit ausreichend Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol versorgt sind, sodass wir leistungsfähiger sind.
Auf Dauer kann eine erhöhte Stressbelastung allerdings psychisch und physisch schaden.

Welche Folgen kann Stress verursachen?
Eine zu hohe Konzentration unserer Stresshormone über einen längeren Zeitraum kann schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Zu viele Stresshormone können beispielsweise das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, erhöhen. Häufig kann anhaltender Stress auch zu chronischer Erschöpfung führen - für viele auch unter dem Begriff „Burn-Out“ bekannt.
Zum Glück gibt es einige Warnsignale unseres Körpers, die Anzeichen für Überforderung im Alltag sein können.
Wie merke ich, ob ich gestresst bin?
Eine stressige Phase zu haben ist also erstmal nicht schlimm. Im Gegenteil: Es ist vollkommen normal.
Kritisch wird es erst, wenn die Stressreaktion unseres Körpers zu einem Normalzustand wird.
Dann können sich Warnsignale auf verschiedenen Ebenen äußern. Um diesen Stresszustand frühzeitig zu erkennen, haben wir eine Checkliste bereitgestellt, an der man ganz leicht überprüfen kann, ob der eigene Körper schon „Stop!“ schreit.
Körperliche Warnsignale
- Herzrasen
- Einschlaf- oder Durchschlafstörungen
- Chronische Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Muskelverspannungen
- Appetitlosigkeit
- Magen- und Verdauungsbeschwerden
Emotionale Warnsignale
- Gereiztheit
- Innere Unruhe
- Angstgefühle
- Emotionale Kälte
- Unzufriedenheit
- Lustlosigkeit
Kognitive Warnsignale
- Gedankenkreisen / Grübeln
- Konzentrationsstörungen
- Tagträume
- Leistungsverlust
Verhaltensbezogene Warnsignale
- Aggressives Verhalten anderen Mitmenschen gegenüber
- Fingertrommeln, Fußwippen, Zähne knirschen
- Konsum von Alkohol oder anderen Drogen zur Beruhigung
- Vernachlässigung privater Kontakte
- Unregelmäßiges Essen
- Andere beim Reden unterbrechen, Ungeduld
- Weniger Sport & Bewegung als gewünscht
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Fazit
Stress muss nicht immer schlecht sein. Solange wir uns den Anzeichen von anhaltendem Stress bewusst sind und regelmäßig überprüfen, wie es unserem Körper und der Psyche geht, ist alles in Ordnung. Sobald wir diese Warnsignale allerdings ignorieren, müssen wir lernen, mit den schwerwiegenden Folgen zu leben.
Wenn du also das nächste Mal schnell gereizt bist und nicht schlafen kannst, weil sich deine Gedanken nur um das eine Thema kreisen, dann schalte lieber einen Gang runter!
Du konntest bei dir einige Warnsignale erkennen?
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